Railadventure-Zug mit Märklin BR111 + Wagen und Schlusslicht

Es gibt diverse Loks der Baureihe 111, die sich zum Umbau eignen. Ich konnte günstig eine Märklin 3172 erwerben, da ich 3-Leiter fahre erspart die Märklin mir das Gepfrimel mit der Schleifermontage und das Anpassen der Radsätze.

Ich übernehme selbstverständlich keine Haftung für Schäden, die beim Umbau nach meiner Anleitung entstehen. Auch ist jeder vor dem entsprechenden Montageschritt selbst verantwortlich, vorher die Folgen seines Handelns zu abzuklären (Kurzschlüsse, Wiederverkaufswert etc.). Die Anleitung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Fehlerfreiheit.

Der Umbau erhebt auch keinen Anspruch darauf, dass der Umbau entsprechend des Originals vorbildgerecht erfolgt.

Das Objekt:

Die Lok wird zuallererst digitalisiert:

Da mir bereits ein Lokpilot Standard (ESU Art. 53611) für Gleichstrommotoren vorliegt, hab ich mir noch einen Permanentmagnet besorgt. Die Glühbirnen kommen raus, es kommen Duo-LEDs rein.

Farben: Papyrusweiß RAL9018 und verkehrsgrau RAL7043 (Revell Email Nr. 77)

Mit Humbrol Enamel mattweiß vorgrundiert, bzw. die Führerstände sind mit dieser Farbe gleich fertiggestellt. Mit der Airbrush ist der Auftrag sehr fein, sodass mehrere Trocknungs- und Lackierungsphasen notwendig sind, bis bei diesem Modell insbesondere der schwarze DB-Keks nicht mehr durchscheint. Vielleicht hätte ich vorher die alte Farbe entfernen sollen …

Eine kleine Herausforderung ist die Lackierung des Mittelteils, bzw. das Abkleben der Führerstände. Hier ist darauf zu achten, dass das Abklebeband nicht durch Farbe unterlaufen wird. Dies gelingt, indem man den Farbauftrag reduziert, und den dann öfter wiederholt.

Nun zu den Wagen:

1. Rungenwagen Sfps

Als Basis diente der Rungenwagen von Märklin Nr. 4771, der bereits von mir geflickt werden musste. Zum Schlachten gibt es günstige Exemplare.

Damit die Kupplungskulisse nicht nach oben ausbrechen kann wurde eine Plastikabdeckung eingeklebt (der SIM-Kartenträger eines Netzproviders hat genau die richtige Stärke).

Der Träger für die Transportrollen wurde aus einer Besteckform ausgesägt.

Der Wagen bekommt noch Schlussbeleuchtung:

Verwendet werden 2 rote quadratische LED, die oben gekürzt wurden. Die LEDs werden auf die Puffer gesetzt, und die Anschlussdrähte so um die Puffer gebogen, dass sie von selbst halten. Der Wagen bekommt keinen Schleifer; der Strom kommt über eine stromführende Kupplung vom Dmz.

Von oben:

Die Kupplungen werden mit den Anschlussdrähten auf den Puffern befestigt.

Zum Einsatz kommt eine selbst designte Platine; der Gleichrichter, Widerstand (10 kOhm) können auch ohne Platine verdrahtet werden. Die Masse (linkes Drehgestell) wird über Aderendhülsen von den Radsätzen abgenommen. Da die Lichter dann doch noch flackern habe ich einen Pufferelko an die Platine gelötet (35V, 470uF, nicht auf dem Bild).

Stellprobe ohne Aufbau.

2. Dmz

Verwendet wurde der D-Zug-Gepäckwagen von Märklin Nr. 4093.

Nicht ganz original wie ein Dmz, aber günstig zu bekommen. Die neueren Modelle lassen sich mit Zusatzteilen eines Tüftlers (findet man über eine Suchmaschine) auf NEM-Kupplungsschächte umrüsten. Ohne NEM lassen sich die Kupplungsadapter der Transportrollen nicht verwenden.

Auseinandergenommen und lackiert mit Haftgrund aus dem Baumarkt:

Der Wagen hat noch eine Innenbeleuchtung und Schlusslicht bekommen.

3. Habfis

Grundlage: Trix Schiebewandwagen Nr. 24531.

Gebrauchte Habis-Wagen (ohne „f“) gibt es zuhauf. Sie unterscheiden sich u.a. in der Anzahl der Fächer in den Bordwänden. Das stört aber kaum.

Der Wagen wurde ebenfalls vorgrundiert und dann weiß lackiert.

Unten sieht man schon den Wagen mit den Decals. Danach kommt ein matter Klarlack drauf. 24h später ist er dann einsatzbereit.

Da der Wagen vor der zu transportierten Lok eingesetzt wird, wird der Wagen mit einem zusätzlichen Gewicht beschwert, sonst wird der Wagen aus den Schienen gehoben.

Fahrvideo des Ganzzugs:

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