Umbau (AC/Digital) Fleischmann 218 301-0 (Art. Nr. 64236, 66369) mit Lichtwechsel (gilt auch für 4933 und 4239); Lokpilot 4.0 Standard (53611)

Ich habe mich nun daran gewagt, eine super günstige Fleischmann-Lok auf AC (Märklin 3-Leiter) umzubauen, und zu digitalisieren; außerdem sollte noch ein Lichtwechsel auf rot/weiß eingebaut werden, falls dieser noch nicht vorhanden ist. Man sagt den FLM-Rundmotoren ja sehr angenehme Laufeigenschaften zu. Mal sehen.

Meine Wahl fiel auf das ältere Modell aus einer Startpackung, welches mit einem Fleischmann Twindecoder angeboten wurde.

Ich übernehme selbstverständlich keine Haftung für Schäden, die beim Umbau nach meiner Anleitung entstehen. Auch ist jeder vor dem entsprechenden Montageschritt selbst verantwortlich, vorher die Folgen seines Handelns zu abzuklären (Kurzschlüsse, Wiederverkaufswert etc.). Die Anleitung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Fehlerfreiheit.

Dann fangen wir mal an, 1. mit dem Umbau auf Wechselstrom.

Bei der FLM grundsätzlich kein Problem; die schwarzen Kabel an den Radschleifern zusammenlöten, und schon hat man die Masse. Bleibt noch die Stromabnahme des Mittelleiters, der mit einem Schleifer realisiert werden muß.

Ich habe hierzu das antriebslose Drehgestell verwendet. Die Erhöhung in der Mitte wurde plan abgeschliffen (Multitool), dann die beiden Radschleifer abgenommen. Ich habe dann ein dünnes Messingplättchen passend zugeschnitten, und so über das Fahrgestell gebogen, dass es durch die beiden Schrauben der Radschleifer gehalten werden kann. Den Schleifer habe ich dann nur an das Messingblatt angelötet (verwendet wurde ein Märklin 144133, das schwarze Plastikteil wurde entfernt und die Haltenasen am Schleifer mit der Schere abgeschnitten).
Achtung: durch die Schleifermontage bekommt das Drehgestell Strom vom Mittelleiter; 1 Radschleifer ist nicht isoliert, dieser muss unbedingt entfernt werden. Somit erfolgt Massekontakt nur auf einer Seite, was aber ausreichend ist.

Hier sieht man den verbleibenden Radschleifer:

Der Strom vom Mittelleiter wird über ein angelötetes rotes Kabel nach oben geführt.

2. Von analog auf digital

Die Motoranschlüsse sind wie folgt vorzunehmen (hier liegt das Motorschild 5912-3 vor; andere Motorschilde abweichend, z.B. Fleischmann 4933 o. 4239: hier sind Modifikationen am Motorschild nötig, s. am Ende der Seite.):

  • grau an die linke Motorseite,
  • orange an die rechte Motorseite
  • 2 Zenerdioden, die zueinender (schwarze Ringe zeigen zueinander) die linke und die rechte Motorseite verbinden,
  • schwarz vom Motor an den Radschleifer.

Zu den Zenerdioden: ich habe den Motor nach der Verkabelung ohne den Masseanschluss des Motors und ohne die Z-Dioden in Betrieb genommen. Nach 2 Runden ging der Dekoder in Flammen auf. Die Z-Dioden haben die Funktion, den Dekoder zu schützen. Nach Einbau des Masseanschlusses und der Z-Dioden läuft alles super. Ob´s daran lag?


3. Lichtwechsel

Die Lok war nur mit 2 weißen Glühbirnchen (1 auf jeder Seite) ausgestattet. Es galt, die ursprünglichen Leuchtmittel durch LEDs zu ersetzen, und rote LEDs zu ergänzen.

Die alte Beleuchtung wurde entfernt: die Beleuchtungsplatine von unten abschrauben, die Kontaktfeder entfernen. Das Birnchen fällt dann nach unten heraus.

Verwendet wurden für jede Seite 1 rote 1,8mm-LED und 1 weiße 1,8mm-LED. Die LEDs wurden an der Kathodenseite (lange Beinchen) mit einem dünnen Schrumpfschauch versehen, damit beim Durchstecken und auch später keine Berührung mit der Anode erfolgen kann.

Der Anschluss erfolgt durch das blaue Kabel (gemeinsamer Rückleiter, bei ESU-Dekoder als Pluspol, somit an die Kathode), das weiße und das gelbe Dekoderkabel.

Je Seite sieht das dann wie folgt aus:


Wichtiger Hinweis:
– bei dieser Verkabelung ist am roten Strich unbedingt der Leiter zu trennen (sonst verbinden sich + und -).
– es sind Vorwiderstände einzulöten; ich habe die Vorwiderstände auf jeder Seite in den Rückleiter eingelötet (somit wurden 2 Widerstände verwendet). Ich habe einen Widerstandswert von 16 kOhm verwendet, dann leuchtet nicht alles gar so hell.

An der anderen Seite erfolgt die Verkabelung entsprechend gleich, nur weiß und gelb sind zu tauschen.

Nach Abschuss aller Verkabelungen wird empfohlen, sämtliche Anschlüsse mit einem Multimeter zu kontrollieren!

Hier noch ein Bild von der „wilden Verkabelung“:

Alles noch ordnen, dann fertig!

 

Hinweis zur Fleischmann 4933 (218 452-1 beige/ozeanblau) und 4239 (S-Bahn):

Diese Lok hat ein anderes Motorschild. Mit einem Multitool sind an den roten Markierungen der linke Motoranschluss vom Rest des Schildes zu trennen. Die Verkabelung ist dann wie oben erklärt: grau an linke Seite, orange an rechte Seite, schwarz an die Masse. Die Zenerdioden fehlen auch hier nicht:

Wichtig wäre noch, das Verbindungblech vom Drehgestell zum Motor zu entfernen:

 

Die Beleuchtung sieht wegen der geringfügig anderen Platine dann so aus:

 

Und hier das Ergebnis im Doppelpack:

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