Roco 43485 (1020 006-1 ÖBB) Digitalumbau und Umbau auf Märklin (AC)

Ein Sahnestück von einer Lok – leider gibt es sie nur in grün als E94 für sehr teures Geld als digitale AC- Version. Mein Wunsch war aber, die Lok in der blutorangen ÖBB-Version als Baureihe 1020 zu haben. Da kam ein Angebot für 67 € als nicht lauffähige DC-Lok, kaum benutzt, allerdings mit alter Technik gerade recht.

Ich übernehme selbstverständlich keine Haftung für Schäden, die beim Umbau nach meiner Anleitung entstehen. Auch ist jeder vor dem entsprechenden Montageschritt selbst verantwortlich, vorher die Folgen seines Handelns zu abzuklären (Kurzschlüsse, Wiederverkaufswert etc.). Die Anleitung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Fehlerfreiheit.

Das Öffnen der Lok geht ganz leicht; die Gehäuseteile sind nur gesteckt, die Teile leicht spreizen und nach oben abziehen.

Die Lok ist mit einer alten Platine versehen; im ersten Schritt werden die schwarzen Kabel, die von den Radkontakten kommen, auf einer Seite (s. rote Vierecke) zusammengelötet.

Hinweis: das Gehäuse ist mit der Schiene verbunden.

Als Schleifer kommt einer von Märklin zum Einsatz; Art. 144133. Der Schleifer ist sehr flach, wenn man das schwarze Plastikteil entfernt, und die Messing-Seitennasen abschneidet.

Ich wollte mir den Antrieb auf 6 Achsen erhalten, deshalb habe ich auf einen AC-Getriebeboden (~20 €!) verzichtet. Dafür wurde im Getriebeboden etwas abgeschliffen (so sind auch unebene Stellen durch die eingegossene Schrift verschwunden, und die Klebefläche ist eben). Kabel wurde vor dem Kleben angelötet, und nach oben geführt. Als Kleber wurde Sekundenkleber verwendet.

Danach wurden die Drosseln aus der Platine ausgelötet und entfernt, danach der Kondensator auf der Unterseite der Platine entfernt.

Dann ging es an das Verdrahten des Decoders (Uhlenbrock Nr. 76320 – für Gleichstrommotoren).

Grau und orange an die Motorenanschlüsse, rot an den Schleifer, schwarz an die Schienen (Masse), blau als gemeinsamer Rückleiter der Beleuchtung. Den habe ich wie auf dem Bild an die Platine gelötet: vorher sicherstellen, dass die Platine an dieser Stelle keinen Massekontakt hat! Blau darf nie mit Masse in Berührung kommen, der Decoder wird sonst zerstört. Der Gehäuseblock hat Massekontakt.

Die grundsätzliche Funktionalität ist nun hergestellt, jetzt noch zur Beleuchtung:

Die alten Glühlämpchen kommen raus, da sie doch zu sehr flackern. Hierzu die graue Abdeckung entfernen, an einer Seite mit dem Skalpell nach außen biegen (zerbrechlich!), und vorsichtig nach oben schieben. Dann die Glühbirnen rausnehmen. Die Abdeckung wird danach nicht mehr gebraucht.

Als Ersatz werden LEDs eingebaut. wegen der vorhandenen Bauform habe ich Turm-Leds (2 mm) verwendet, die wegen des rechteckigen Körpers genau in die Lichtschächte passen. Der „Turm“ wurde um 2mm gekürzt, damit die LEDs ganz im Schacht verschwinden.

Die Verdrahtung erfolgt so:

Die langen Drähte (Anode = +) werden zusammengelötet, daran kommt der gemeinsame Rückleiter des Decoders (blaues Kabel). An die kurzen Drähte kommen die gelben und weißen Anschlüsse des Dekoders. Je eine LED ist für Rücklicht (größere Offnung zum Lichtleiter), und eine für Fahrtlicht. Vor dem endgültigen Einbau ausprobieren, ob die Beleuchtung der Fahrtrichtung entspricht. Der gemeinsame Rückleiter (blau vom Dekoder) wurde auf die Platine angelötet; auf dem Platinenstrang (Achtung: keine Masseberührung zulassen!) habe ich die Vorwiderstände der LEDs (16 kOhm) angelötet, und von dort den Rückleiter zu den Beleuchtungen geführt.

Im oben gezeigten Bild wurden zu dicke Litzen verwendet; dies hatte zur Folge, dass das Drehgelenk der Lok mit einem Widerstand in den Kurven zu kämpfen hatte, sodass sie bei jeder Kurve aus dem Gleis hüpfte. Der Austausch mit dünnen Litzen -0,04mm²- (gelb/ weiß/ blau) hat dann geholfen.

 

Die Lok im Einsatz auf Märklin C-Gleis:

Falls sich jemand für den Schlusslichtumbau des Silowagens interessiert: Umbaubericht gibt´s hier

 

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