Märklin Niederbordwagen (4-achsig) mit Eigenbau-Schlusslicht (AC)

Es gibt bei Auktionen immer mal wieder günstige Güterwagen in Kilo-Paket. So bin ich zu fünf nicht mehr ganz frischen, aber voll funktionsfähigen alten Niederbordwagen mit vier Achsen gekommen. Bei einem Preis von durchschnittlich zwei Euro pro Wagen kann man nicht viel falsch machen, und das ist beim Scheitern eines Bastelergebnisses auch zu verschmerzen.

Drei solcher alter Niederbordwagen sollen umlackiert, und Teile eines Kieszuges werden. Hiervon soll ein Wagen mit Schlusslicht ausgerüstet werden. Wie ich vorgegangen bin, schreibe ich hier.

Der Wagen im lackierten Zustand (verkehrsgelb – aus der Sprühdose eines Schreibwarenherstellers); zum Einsatz kommt eine rote LED in rechteckiger Ausführung. Das Rechteck wird oben etwas abgefeilt, um die Form eines Schlusslichts zu erhalten. Mit weißer Farbe werden noch die Dreiecke aufgebracht, ansonsten wird die LED schwarz bemalt, um Streulicht zu vermeiden.

Ich übernehme selbstverständlich keine Haftung für Schäden, die beim Umbau nach meiner Anleitung entstehen. Auch ist jeder vor dem entsprechenden Montageschritt selbst verantwortlich, vorher die Folgen seines Handelns zu abzuklären (Kurzschlüsse, Wiederverkaufswert etc.). Die Anleitung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Fehlerfreiheit.

Die Vorarbeit; auf das Drehgestell wird ein Holzklötzchen geklebt, und mittig gebohrt (2 mm).

 

Von unten erfolgt die Bohrung der Kabeldurchlässe, mittig findet auf der Unterseite ein Stützelko (470 mF, 35V) seinen Platz. Ich habe mir eine Platine besorgt, um die Verkabelung recht flach durchführen zu können; Gleichrichter und Vorwiderstand (10 kOhm) finden dort Platz. Es geht aber auch ohne Platine (s. hier beim Schlusslicht eines Silowagens). Die Masse kommt vom anderen Fahrgestell mittels eines Messingblättchens, welches um die Achsen gebogen ist (linkes Loch). Da ist das braune Kabel angelötet.

Der Elko von unten. Der Elko gleicht Stromunterbrechungen aus.

Beim Schleifer (Märklin 7175) wurde das Pertinaxblättchen entfernt, die Laschen aufgebogen und abgeknipst, und an das Holz geklebt.    

Der Wagen macht natürlich nur Sinn, wenn er beladen ist (sonst sieht man die Elektronik). Wichtg wäre dann noch, die Radflächen von Dreck, Farbresten etc. (soll es bei alten Wagen geben) zu befreien, damit auch ausreichend Massekontakt da ist. Der Einbau des Elkos war ein Test; ich werde wohl bei zukünftigen Umbauten darauf verzichten (> hier!), weil die Wagen auch ohne Elko flackerfrei im Digitalbetrieb laufen.

So sieht das ganze im fertigen Zustand (beladen und gealtert) aus:

Und hier zusammen mit dem Silowagen aus diesem Beitrag.

 

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